Email: research@pogorelovtales.com
ORCID: 0009-0008-1676-2129
Diese Studie untersucht den Einsatz generativer Werkzeuge der künstlichen Intelligenz im kreativen Unterricht mit dem Fokus auf die Förderung visueller Literacy, kritischen Denkens und künstlerischer Selbstentfaltung von Kindern. Der Autor – ein Kinderbuchautor (www.pogorelovtales.com) der sich seit Jahren für die kreative Entwicklung junger Lernender engagiert – führte praxisnahe Untersuchungen in unterschiedlichen Bildungskontexten durch und arbeitete dabei während mehrerer Unterrichtseinheiten eng mit Schüler*innen zusammen. Ausgangspunkt waren reale Lehrsituationen, in denen generative KI in Kunststunden eingebunden wurde, um Lerninhalte zu bereichern, Motivation zu steigern und die Vorstellungskraft zu wecken.
bereits die Vorbereitung: Lehrende können bildgebende Materialien passgenau zu Lernzielen in Echtzeit erzeugen und bei Bedarf unmittelbar anpassen.
Der Beitrag präsentiert eigene empirische Ergebnisse und konkrete Handlungsempfehlungen, die aus direkter pädagogischer Erfahrung abgeleitet wurden. Ziel ist es, effektive und niederschwellige Strategien vorzustellen, wie KI als unterstützende Ressource zur Förderung von Kreativität und künstlerischen Kompetenzen von Kindern eingesetzt werden kann.
Kunstunterricht befasst sich nicht nur mit Form, Farbe oder Komposition – er ist ein Weg, die Welt, sich selbst und andere tiefer zu verstehen. In Ateliers und Klassenräumen vermitteln Lehrkräfte den Lernenden visuelle Literalität, das Erkennen künstlerischer Stile und Techniken, die Analyse von Werken und das Schaffen eigener Arbeiten. Generative KI, die sich als dynamisches und leicht zugängliches Werkzeug vor allem für Lehrkräfte versteht, verstärkt diese Prozesse, indem sie den Unterricht anschaulicher, adaptiver und visueller gestaltet.
Einer der größten Vorteile generativer KI liegt in der Fähigkeit, innerhalb von Sekunden passgenaue Illustrationen zu erzeugen – zugeschnitten auf ein bestimmtes Thema, Genre, eine Technik oder Stilrichtung. Damit wird KI in erster Linie zu einem praktischen Assistenten der Lehrkraft: Sie unterstützt sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung des Unterrichts, spart Zeit, diversifiziert das Bildmaterial und erlaubt es, spontan auf Lernbedürfnisse zu reagieren. So entsteht ein inklusiveres und anregenderes Lernumfeld.
Die vorliegende Studie untersucht den pädagogischen Einsatz generativer KI im Bereich Bildende Kunst und Kreativunterricht. Grundlage ist die multimodale Sprach- und Bildgenerierungsfähigkeit von GPT-4o, die aufgrund ihrer Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für den schulischen Kontext ausgewählt wurde. Andere neuronale Netze eignen sich zwar ebenfalls für künstlerische Aufgaben, erfordern jedoch häufig ein tiefergehendes Prompt-Engineering. GPT-4o bietet einen niedrigschwelligen, dennoch leistungsstarken Einstieg in die visuelle KI-Integration und wird damit zu einem besonders wertvollen Werkzeug im Repertoire von Lehrkräften.
Die Beherrschung der Grundgattungen – Landschaft, Porträt, Stillleben und Abstraktion – bildet das Fundament jeder kunstpädagogischen Ausbildung. Nachdem die charakteristischen Merkmale einer Gattung besprochen wurden, kann die Lehrkraft eine KI nutzen, um in Sekundenbruchteilen exakt passende Illustrationen zu erzeugen. Der entscheidende Vorteil: vollständige Steuerbarkeit des Ergebnisses. Motiv, Farbpalette und Detailgrad lassen sich über das Prompt präzise festlegen und bei Bedarf live anpassen.
Methodik
Beispiel-Prompts

Nachdem die Lernenden verschiedene künstlerische Techniken – Aquarell, Ölmalerei, Kohlezeichnung, Gouache, Pastell u. a. – kennengelernt haben, empfiehlt sich ein direkter Vergleich: Wie verändert sich dasselbe Motiv, wenn Medium und Material wechseln? Mit generativer KI kann die Lehrkraft eine Serie von Varianten in einer einzigen Sitzung erzeugen, ohne mühsam Referenzbilder zu recherchieren. Die Resultate (Abb. 4a – 4c) veranschaulichen auf einen Blick, wie Farbauftrag, Textur und Lichtführung je nach Medium variieren.
Methodik
Beispiel-Prompts
Hinweis: Um eine konsistente Bildabfolge zu gewährleisten, empfiehlt es sich, alle Varianten in derselben Session zu erzeugen oder zu Beginn ein Referenzbild hochzuladen.

Nachdem die Lernenden Biografien bedeutender Künstler*innen und Kernmerkmale von Strömungen wie Impressionismus, Kubismus, Barock, Moderne, Expressionismus oder Futurismus kennengelernt haben, bietet sich ein Stiltransfer-Experiment an: Wie verändert sich dasselbe Motiv, wenn es in der „Bildsprache“ unterschiedlicher Epochen umgesetzt wird? Generative KI gestattet es, ein Ausgangsbild nahtlos in mehrere Stilvarianten zu überführen – die Ergebnisse (Abb. 5a – 5d) erleichtern den Vergleich und vertiefen das Verständnis kunsthistorischer Entwicklungen.
Methodik
Beispiel-Prompts

Erwartete Lernergebnisse
Die Auseinandersetzung mit Kunsttraditionen verschiedener Kulturen vertieft das Verständnis für das globale Erbe und fördert Empathie, Neugier sowie Respekt vor stilistischer Vielfalt. Um die charakteristischen Gestaltungsweisen regionaler Kunst praxisnah zu demonstrieren, kann dieselbe Szene in der Bildsprache unterschiedlicher Kulturen generiert werden. Generative KI ermöglicht Lehrkräften, mit präzisen Prompts in Sekunden eindrucksvolle Beispiele etwa mexikanischer Volkskunst, afrikanischer Stammesästhetik oder japanischer Malerei zu erzeugen. Die resultierenden Visualisierungen bilden einen idealen Ausgangspunkt für Vergleich und Diskussion.
Methodik
Beispiel-Prompts

Licht bestimmt Atmosphäre, Tiefe und emotionale Wirkung eines Bildes. Indem Quelle, Richtung oder Intensität variiert werden, verändert sich die Wahrnehmung einer Szene grundlegend. Mit generativer KI kann die Lehrkraft in Sekunden demonstrieren, wie dasselbe Motiv bei Morgendämmerung, in harschem Mittagslicht oder in der «Golden Hour» aussieht. Die daraus resultierenden Visualisierungen verdeutlichen sofort die Auswirkungen auf Farbpalette, Kompositionsschwerpunkt und Stimmung.
Methodik
Beispiel-Prompts

Im Kunst- und Designunterricht reicht es nicht aus, kreative Praxis anzuregen; Lernende sollen auch gestalterische Gesetzmäßigkeiten verstehen, die Harmonie und Ausdruckskraft eines Bildes bestimmen. Konzepte wie Rhythmus, Balance, Kontrast, Dominanz, Symmetrie/Asymmetrie oder der Goldene Schnitt bleiben jedoch abstrakt, solange sie nur verbal erklärt werden. Generative KI löst dieses Problem: Lehrkräfte können in Sekunden präzise, thematisch angepasste Illustrationen erzeugen, die selbst komplexe Prinzipien anschaulich Machen.
Methodik
Beispiel-Prompts

Im kreativen Unterricht ist es entscheidend, dass Lernende zunächst die Grundstruktur eines Objekts erfassen, den Arbeitsablauf planen und abstrakt denken, bevor sie sich in Details verlieren. Das Skizzieren dient dabei als zentrales Werkzeug. Mithilfe generativer KI kann die Lehrkraft in Sekunden Vorentwürfe auf Basis eines kurzen Textinputs erzeugen und anschließend gemeinsam mit der Klasse Komposition, Raumaufteilung und Tonwerte diskutieren.
Methodik
Beispiel-Prompts

Pädagogischer Mehrwert
Die praxisorientierte Untersuchung von Jewhen Pohorjelow zeigt, welchen Mehrwert die Integration generativer KI im Kunstunterricht bietet. Beobachtungen während realer Unterrichtseinheiten belegen, dass die vorgestellten didaktischen Szenarien Motivation, visuelle Kompetenz und Kreativität nachhaltig steigern.
Generative KI ersetzt nicht die menschliche Vorstellungskraft, sondern erweitert sie: Ideen lassen sich sofort visualisieren, Techniken und Stile experimentell durchspielen, kulturelle Kontexte vergleichen. Dabei bleibt die Technologie Werkzeug der Lehrkraft – sie optimiert Unterrichtsvorbereitung, vergrößert das didaktische Repertoire und ermöglicht spontane Reaktionen auf Lernbedürfnisse.
Im Ergebnis entsteht ein Lernumfeld, das Offenheit, Anpassungsfähigkeit und Zukunftsorientierung verbindet. Lernende erwerben nicht nur künstlerische Ausdrucksformen, sondern entwickeln ein breiteres Denken, ein tieferes Wahrnehmen und mehr Handlungssicherheit – Voraussetzungen für lebendige, menschliche und inspirierte Kunst.
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Email: research@pogorelovtales.com
ORCID: 0009-0008-1676-2129
Diese Arbeit untersucht praxisorientierte Ansätze für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bildungsprozess – direkt während des Unterrichts und unter Bedingungen begrenzter Zeit und Ressourcen. Besonderes Augenmerk gilt dabei Schnellzugriffs-Tools, mit denen Lehrkräfte innerhalb weniger Minuten ergänzende didaktische Materialien, Übungen, visuelle Impulse oder kreative Aufgaben erstellen können. Die beschriebenen Methoden basieren auf anwendungsbezogenen Untersuchungen, die der Autor persönlich im Rahmen von Bildungsaktivitäten mit Kindern sowie in Zusammenarbeit mit Schüler: innen und Lehrkräften im realen Unterricht durchgeführt hat.
Die Arbeit behandelt Themen wie Sprachintuition, Storytelling, kreatives Schreiben, das Lernen von Mutter- und Fremdsprachen sowie Beispiele für den KI-Einsatz im Mathematikunterricht. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Lehrkraft als zentrale Figur des Lernprozesses, während Künstliche Intelligenz als unterstützendes Werkzeug dient. Das Material ist für Lehrkräfte, Fachdidaktiker:innen, Fortbildner:innen und Entwickler:innen von Bildungslösungen gleichermaßen nützlich.
Autor – ukrainischer Kinderbuchautor, Botschafter für kindliche Entwicklung und Gründer des Projekts „Pogorelov Tales“, das auf kindliche Entwicklung, Erziehung und Bildung ausgerichtet ist.
Schlüsselwörter: Künstliche Intelligenz in der Bildung, Echtzeit-Lehrmittel, KI beim Sprachenlernen, KI im Fremdsprachenunterricht, KI im Mathematikunterricht, Storytelling in der Bildung, lehrkraftzentrierte KI.
Diese Arbeit ist nicht am Schreibtisch eines Forschers entstanden, sondern direkt im Klassenzimmer – im lebendigen Kontakt mit Kindern, inspiriert von den Überlegungen der Lehrkräfte und dem ständigen Suchen nach neuen Wegen. Sie ist eine Antwort auf die täglichen Herausforderungen moderner Pädagog:innen: Wie kann man in wenigen Minuten etwas Qualitatives, Interessantes und Nützliches schaffen? Wie schafft man alles, wenn wenig Zeit zur Vorbereitung bleibt und die Kinder bereits im Raum sind und mehr erwarten?
Im Folgenden werden keine rein theoretischen Möglichkeiten von KI im Bildungsbereich beschrieben, sondern praxiserprobte Ansätze aus realen Unterrichtssituationen vorgestellt. Der Autor – ein ukrainischer Kinderbuchautor und Experte mit langjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schüler:innen – legt den Fokus auf die Entwicklung von Kompetenzen im Bereich Sprache (Mutter- und Fremdsprache) und sprachbezogener Prozesse. Alles im Text wurde in realen Unterrichtssituationen entwickelt, geprüft und angewendet. Die vorgestellten Werkzeuge sind das Ergebnis zahlreicher Beobachtungen, Experimente, Dialoge und praxisnaher pädagogischer Entscheidungen – nicht nur theoretischer Annahmen.
Der Beitrag behandelt die praktischsten Methoden des KI-Einsatzes im Unterricht: beim Sprachenlernen (Muttersprache/Fremdsprache), im Mathematikunterricht und im kreativen Storytelling. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Sprachintuition, dem Formulieren von Gedanken, der Textarbeit und kreativem Schreiben – als natürliche Erweiterung der eigenen pädagogischen Erfahrungen des Autors im Bereich der kindlichen Kreativität und Sprachförderung.
Alle Beispiele stammen direkt aus der Praxis und können unmittelbar im Unterricht angewendet werden.
Gleichzeitig wird im Abschnitt betont die Lehrkraft bleibt die Schlüsselfigur des Bildungsprozesses. Kein digitales Tool kann pädagogische Intuition, emotionale Verbindung oder das Verständnis der Klassendynamik ersetzen. KI ist eine Unterstützung – ein Werkzeug, das hilft, schnell an passendes Material zu gelangen, Zeit zu sparen und den Unterricht flexibler und gehaltvoller zu gestalten.
Aktuelle Studien (UNESCO, OECD, Bildungsministerien) heben das große Potenzial von KI im Bildungsbereich als Unterstützung für Lehrkräfte und zur Erweiterung der Lernmöglichkeiten hervor. In der Praxis ist die Implementierung jedoch oft fragmentiert. Häufig fehlen konkrete Lösungen, die ohne besondere Vorbereitung direkt im Unterricht und unter Zeit- oder Ressourcenknappheit eingesetzt werden können.
In der bestehenden Fachliteratur dominieren Übersichtsarbeiten; konkrete Tools für Sprachunterricht, Storytelling, kreatives Schreiben und Mathematik fehlen weitgehend – genau jene Bereiche, die für den KI-Einsatz besonders geeignet wären, da sie individuelle und kreative Ansätze verlangen.
Ziel dieser Arbeit ist es, genau diese Lücke zu schließen.
Sie bietet praxisnahe, erprobte Methoden, mit denen KI schnell, effektiv und ohne Verlust pädagogischer Autonomie eingesetzt werden kann. Zugleich bleibt KI ein nicht unfehlbares Werkzeug, weshalb die Lenkung und Kontrolle der Ergebnisse immer Aufgabe der Lehrkraft bleibt.
Schnellzugriff auf KI-Tools eröffnet neue Möglichkeiten für einen effektiveren Fremdsprachenunterricht: Lehrkräfte können Zusatzmaterialien ohne lange Vorbereitung generieren, den Lernprozess in Echtzeit ergänzen und Schüler: innen sofort unterstützen. Im Folgenden werden fünf Schritte beschrieben, die direkt in einer oder mehreren Unterrichtsstunden umgesetzt werden können.
Die schnelle Arbeit mit Textmaterial ist ein zentrales Element beim Aufbau von Sprachkompetenzen. Besonders gefragt ist die Fähigkeit, Vokabular im Kontext zu erschließen – neue Wörter zu identifizieren, deren grammatische Merkmale zu bestimmen, zu übersetzen und Zusammenhänge zu analysieren. Im Unterricht fehlt dafür oft die Zeit oder das gedruckte Material. KI-Tools und mobile Lösungen ermöglichen es, spontan und qualitativ hochwertige Zusatzinhalte zu erstellen.
Pädagogisches Ziel:
Der Einsatz von KI-Tools in dieser Phase ermöglicht es, mehrere wichtige Ergebnisse zu erzielen:
Vorgehen:
Beispielprompt für Lehrkräfte:
„Analysiere diesen Text. Hebe alle Substantive und Verben hervor und erstelle zwei Tabellen: 1) Substantive mit Übersetzung ins Deutsche, 2) Verben mit Übersetzung ins Deutsche.“
Möglichkeiten zur weiteren Verwendung der Tabellen in der Arbeit:
Methodische Empfehlungen:
Didaktischer Nutzen:
Visuelle Unterstützung ist zentral für die Ausbildung kommunikativer Kompetenz. Oft fehlen in Schulbüchern oder Arbeitsblättern passende Bilder. Über KI-Tools oder mobile Apps können Lehrkräfte in Echtzeit passendes Bildmaterial generieren.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Man kann mit dem Text arbeiten, der in der vorherigen Aufgabe verwendet wurde, oder mit einem separaten Text, der dem Thema der Unterrichtsstunde entspricht. Die Übertragung des Textes in die KI-Schnittstelle erfolgt durch einfaches Kopieren oder Fotografieren einer Seite aus dem Lehrbuch oder dem Arbeitsmaterial direkt in die Benutzeroberfläche des neuronalen Netzwerks oder der mobilen App (zum Beispiel ChatGPT).
Es ist wichtig zu beachten, dass der Text, der in das neuronale Netzwerk hochgeladen wird, zur besseren Visualisierung des Handlungsmoments nicht zu viele Ereignisse gleichzeitig enthalten sollte (idealerweise nicht mehr als zwei). In diesem Fall kann die generative künstliche Intelligenz sich besser darauf konzentrieren, ein Bild mit möglichst vielen Details des Textes zu erstellen. Daher ist es sinnvoll, einen Text mit vielen (aufeinanderfolgenden) Handlungen in mehrere Handlungseinheiten aufzuteilen.
Beispielprompt:
„Erstelle ein Bild passend zum hochgeladenen Text. Zeige möglichst viele Details und Ereignisse aus dem Text.“
Dem Prompt kann auch ein Wortschatz beigefügt werden, falls dieser zuvor erstellt wurde. Das hilft der KI, die entsprechenden Wörter in der Visualisierung zu berücksichtigen.
Didaktischer Nutzen:
Das Erstellen von Fragen zum Text ist ein effektives Mittel, um Leseverständnis und kritisches Denken zu fördern. KI kann in Sekunden passende Fragen zu jedem Text erstellen.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Erstelle 5–7 Fragen zum Text auf Niveau A2–B1, die sowohl den Inhalt als auch Details abfragen.“
(In diesem Fall wird der Text dem Prompt entweder als Bild beigefügt oder am Ende des Prompts als Text eingefügt.)
Didaktischer Nutzen:
Die Einbettung neuen Wortschatzes in Kontext ist für nachhaltiges Sprachenlernen zentral. Mit KI lassen sich schnell kurze thematische Texte und passende Illustrationen dazu generieren.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Beispielprompt:
Der Prompt ändert sich je nach Art des Hochladens des Wortschatzes.
Didaktischer Nutzen:
Aus dem im vorherigen Schritt erstellten Text kann die KI sofort einen Lückentext machen – eine bewährte Methode zur Überprüfung der Wortschatzfestigung.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Erstelle eine Version des obigen Texts als Lückentext, indem du zentrale Substantive und Verben auslässt (mit Unterstrichen als Lücken).“
Es können mehrere Iterationen (Versuche) erforderlich sein, um die optimale Anzahl der Lückentext-Wörter entsprechend dem jeweiligen Text zu finden. Im Prompt kann außerdem versucht werden, bestimmte Wortarten anzugeben, die ausgelassen werden sollen, oder die Gesamtanzahl der Lücken im Text zu definieren. Dies wird von der Lehrkraft entsprechend den Unterrichtszielen oder dem Kenntnisstand der Lernenden gesteuert.
Dieses Tool kann sowohl auf einen zuvor erstellten Text angewendet werden, als auch auf einen neu hochgeladenen Text, aus dem anschließend eine Lückentext-Aufgabe generiert wird.
Didaktischer Nutzen:
Integrierte Sprachstunden ermöglichen es, Mutter- und Fremdsprache auf inhaltlicher, lexikalischer und kultureller Ebene zu verbinden. Das erweitert das Sprachbewusstsein, fördert kritisches Denken und bereichert den kulturellen Horizont der Lernenden. Die Einbindung von KI schafft zusätzliche Möglichkeiten, spontan und passgenau Materialien zu erstellen, angepasst an Klasse und Thema. Die Methoden können auch für klassischen Sprachunterricht separat genutzt werden.
Der Vergleich von Redewendungen in verschiedenen Sprachen ist eine kulturell wie sprachlich bereichernde Übung. Sie schärft die Sprachsensibilität, fördert interkulturelle Kompetenz und erweitert das Verständnis sprachlicher Eigenheiten. In internationalen Kontexten hilft dies, andere besser zu verstehen und kulturelle Brücken zu schlagen.
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Finde passende Entsprechungen für folgende deutsche Redewendungen auf Englisch. Erkläre deren Bedeutung. […]“
Man kann der künstlichen Intelligenz auch vorschlagen, den Text selbstständig zu analysieren, relevante Elemente herauszufiltern und kulturelle Bezüge zu identifizieren. Ein solcher Ansatz kann dem Unterricht mehr Interaktivität verleihen. Dies ist besonders sinnvoll, nachdem die Lernenden den Text bereits bearbeitet haben.
„Analysiere diesen Text, finde darin Sprichwörter, Redewendungen oder feste Ausdrücke und suche sinnvolle Entsprechungen, die im englischsprachigen Raum von Muttersprachlern verwendet werden. Gib außerdem eine Erklärung zu den kulturellen Besonderheiten dieser Ausdrücke.“
Didaktischer Nutzen:
Geschichten sind eine natürliche Form der Sprachpraxis. Im integrierten Unterricht verbindet Storytelling Grammatik, Vokabular, Textstruktur und kreatives Denken. Diese Kompetenzen sind weit über die Schule hinaus nützlich – von Marketing bis Journalismus, von Psychologie bis Unternehmertum.
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Das ist eine von den Schüler:innen verfasste Geschichte. Verbessere sie nach den Prinzipien des Storytellings: klarer Anfang, Entwicklung, Höhepunkt, Abschluss.“
Praxis-Tipp:
Didaktischer Nutzen:
2.3. Texte mit Adjektiven anreichern
Anschaulichkeit ist der Schlüssel zu lebendigen Texten. Die KI hilft, den Schüler:innen zu zeigen, wie sich Texte durch Adjektive verändern – reicher, ausdrucksstärker und interessanter werden. Diese Fähigkeit ist nützlich für Essays, Präsentationen, Analysen und für den eigenen Kommunikationsstil.
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Füge diesem Text Adjektive hinzu, damit er anschaulicher wird, aber verändere nicht Inhalt, Details oder Struktur.“
Didaktischer Hinweis:
KI im Mathematikunterricht erlaubt es Lehrkräften, Training, Automatisierung und Festigung von Kompetenzen effizienter zu gestalten. Mit schnellen Tools oder Apps lassen sich Aufgaben und Übungen in Minuten erstellen – ohne aufwendige Vorbereitung. So wird die Differenzierung erleichtert und die Belastung für Lehrkräfte reduziert.
Mathematiklernen verlangt regelmäßige Übung. KI-Tools ermöglichen es, in Sekunden Aufgaben nach Thema und Schwierigkeitsgrad zu generieren – individuell anpassbar und ohne Mehrarbeit für die Lehrkraft.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Erstelle 10 Aufgaben zur Multiplikation mit Zahlen bis 100. Mach zwei Versionen: eine mit Antworten und eine ohne Antworten.“
Außerdem ist es möglich, Aufgaben nach einem Beispiel aus dem Lehrbuch oder einer anderen Quelle zu erstellen. Das Beispiel wird entweder in den Prompt eingefügt oder durch Fotografieren aus dem Lehrbuch hinzugefügt.
Didaktischer Nutzen:
Praxisnutzen:
Ein bewährtes Verfahren ist das Erstellen von Aufgaben nach Muster – z. B. zu Themen wie Bewegung, Prozente, Verhältnisse, Flächen oder Volumen. Sprachmodelle erstellen auf Knopfdruck Aufgaben mit variierenden Zahlen oder Situationen. So kann die Lehrkraft flexibel und gezielt auf den Verlauf der Stunde und die Bedürfnisse der Klasse eingehen.
Pädagogisches Ziel:
Vorgehen:
Beispielprompt:
„Erstelle 5 Aufgaben zu Geschwindigkeit, Zeit und Entfernung für die 6. Klasse. Variiere nur die Zahlen, behalte die Struktur bei.“
Im Prompt kann man auch eine Änderung der Aufgabenstellung angeben und nicht nur der Zahlenwerte, solange das Thema beibehalten wird (zum Beispiel: Bewegung aufeinander zu, Bewegung in entgegengesetzte Richtungen usw.). Außerdem kann die Aufgabe als Muster in die KI-Oberfläche geladen werden, indem der Text der Aufgabe in den Prompt eingefügt oder ein normales Foto der Aufgabe aus dem Lehrbuch hinzugefügt wird. Wichtig ist, das Bild so zuzuschneiden, dass möglichst wenig andere Aufgaben sichtbar sind. Dies kann die Erkennungsqualität der KI verbessern.
Didaktischer Nutzen:
Praxisnutzen:
Die vorgestellten Ansätze zeigen die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit von KI-Tools im realen Unterricht. Es werden praxisnahe Beispiele präsentiert, wie KI unter Berücksichtigung von Zeit-, methodischen und technischen Einschränkungen des Alltags schnell und sinnvoll eingesetzt werden kann.
Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung von Sprachintuition, Storytelling, Textarbeit und die Integration von KI in Fächer wie Sprache und Mathematik. Alle beschriebenen Tools beruhen auf der Erfahrung des Autors, wurden in der Zusammenarbeit mit Lernenden und Lehrkräften entwickelt und vielfach erprobt.
Das Material richtet sich an Lehrkräfte, die ihren Unterricht flexibler, attraktiver und wirkungsvoller gestalten wollen. Die Methoden fördern tiefere Beteiligung der Lernenden und ermöglichen mit innovativen Tools bessere Lernergebnisse. Die Arbeit besitzt hohen Praxiswert und Potenzial für eine Weiterentwicklung als Teil moderner Pädagogik.
